Österreichische Post treibt Elektrifizierung der Zustellung voran

Der elektrische Fuhrpark der Österreichischen Post beträgt aktuell etwa 5.900 Fahrzeuge

Die Österreichische Post setzt ihren Weg in Richtung nachhaltiger Logistik mit Nachdruck fort und gilt als Vorreiterin in Sachen klimafreundlicher Zustellung. Mit der Inbetriebnahme des 5.000sten elektrisch betriebenen Zustellfahrzeugs hat das Unternehmen einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Im Jahr 2025 wurde die E-Flotte nochmals deutlich erweitert: Fast 1.000 zusätzliche E-Zustellfahrzeuge kamen hinzu. Damit umfasst der elektrische Fuhrpark aktuell etwa 5.900 Fahrzeuge – mehr als die Hälfte der gesamten Zustellflotte der Post ist somit bereits emissionsfrei unterwegs. Seit Frühjahr 2022 werden ausschließlich Elektrofahrzeuge für die Zustellung angeschafft, wodurch immer mehr Briefe, Pakete, Zeitungen und Werbesendungen CO₂-frei auf der letzten Meile zugestellt werden.

Die Elektrifizierung der Zustellung ist ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie der Österreichischen Post. Ihr erklärtes Ziel ist es, bis 2030 die gesamte Zustellung auf der letzten Meile in Österreich vollständig CO₂-frei zu gestalten. Dieses Vorhaben wird durch ein umfassendes Maßnahmenpaket unterstützt, das neben der sukzessiven Umstellung der Fahrzeugflotte auch den Ausbau von Ladeinfrastruktur und Photovoltaikanlagen umfasst. Damit leistet das Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Logistikbranche und zur Erreichung der nationalen Klimaziele. Der Wandel hin zur E-Mobilität wird dabei nicht als kurzfristiges Projekt, sondern als langfristige strategische Transformation verstanden.

Flexible Beschaffungsstrategie

Bei der Auswahl der Fahrzeuge setzt die Österreichische Post auf einen dynamischen Markenmix, aktuell auf Neuanschaffungen von Mercedes-Benz, Fiat und Maxus. Die Entscheidung für bestimmte Hersteller erfolgt nach klar definierten Kriterien wie Effizienz, Reichweite, Nachhaltigkeit und Servicequalität. Durch diese flexible Beschaffungsstrategie kann das Unternehmen rasch auf technologische Entwicklungen und Marktveränderungen reagieren. So bleibt die Flotte stets auf dem neuesten Stand der Technik und lässt sich optimal an betriebliche Anforderungen anpassen.

Als mehrheitlich im Staatsbesitz befindliches Unternehmen unterliegt die Post dem Bundesvergabegesetz. Investitionen in E-Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur oder IT-Systeme werden daher öffentlich ausgeschrieben. Zuschläge erfolgen ausschließlich an Bestbieter auf Basis der Gesamtkosten über den Lebenszyklus hinweg, wobei Nachhaltigkeitskriterien eine zentrale Rolle spielen. Diese transparente und wettbewerbsfördernde Vorgangsweise gewährleistet Wirtschaftlichkeit und Innovationskraft gleichermaßen.

Strom aus eigenen PV-Anlagen

Parallel zum Ausbau der Fahrzeugflotte investiert die Österreichische Post intensiv in den Ausbau ihrer Photovoltaik-Infrastruktur. Bereits heute stammen große Teile des für die E-Fahrzeuge benötigten Stroms aus eigenen PV-Anlagen, die auf den Dächern zahlreicher Logistikzentren und Zustellbasen installiert sind. Der selbst erzeugte Solarstrom wird direkt zum Laden der Fahrzeuge genutzt, wodurch der ökologische Fußabdruck weiter reduziert wird. Für das Jahr 2026 ist ein weiterer signifikanter Ausbau der PV-Kapazitäten vorgesehen. Ziel ist es, bis 2030 den gesamten Energiebedarf der Zustellung aus erneuerbaren Quellen zu decken – ein wichtiger Schritt in Richtung Energieautarkie und Klimaneutralität.

Gemeinsam mit „The Mobility House“, einem Anbieter von Energie- und Mobilitätslösungen, und anderen Zuliefern hat die Österreichische Post ein intelligentes Ladenetzwerk aufgebaut, das eine bedarfsgerechte Steuerung der Ladevorgänge ermöglicht, Netzanschlusskosten reduziert und Lastspitzen vermeidet – und damit die Energieversorgung der stetig wachsenden E-Flotte effizient und zuverlässig absichert. Aktuell verfügt das Unternehmen über mehr als 4.000 Ladepunkte in ganz Österreich.

 

Autor: Nicole de Jong
Foto: Österreichische Post

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